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"Der Klügere gibt nach."

Hierbei handelt es sich um eine Beobachtung, die, warum auch immer, oftmals als Handlungsanleitung verstanden wird.

Der Klügere gibt oft nach, weil er, wie Bertrand Russell schon wusste, von Natur aus eher zu Selbstzweifel neigt und sich deshalb gelegentlich den oppositionellen, oft völlig schwachsinnigen Forderungen, beugt.

 

Die einzige Klugheit, die dem Klugen abhanden gekommen ist, ist das Wissen um seine Klugheit. Wüsste er nämlich um seine Klugheit bescheid, verböte ihm der gesunde Menschenverstand, ja sogar die Moral, sich dem Dummen zu beugen. Denn wenn sich der Dumme gegen den Klugen durchsetzt, kommt, wer hätt's gedacht!, meist etwas Dummes heraus, worunter eventuell nicht nur der Dumme, sondern ein ganzes Kollektiv zu leiden hätte.

Das könnte so aussehen (Überspitzte Darstellung):

Eine Bombe, die mit einem roten und einem blauen Draht bestückt ist, soll entschärft werden, wobei der Kluge weiß, dass das Kappen des blauen Drahtes die Bombe unschädlich macht, während der Dumme überhaupt nichts weiß, aber den roten Draht kappen will.
Weil der Kluge nun sich selbst in Frage stellt, oder weil er denkt, er könne seine Klugheit nur durch das Einknicken bewahren, ist es dem Dummen möglich, sich durchzusetzen und den roten Draht zu kappen, was zur Explosion der Bombe und zum Tode Tausender führt.

Deshalb: Keine Macht den Dummen!

Woraus wiederum die Forderung erwächst, derart sinnlosen Sprichwörtern nicht den Rang einer unbestreitbaren, "richtigen" Handlungsanweisung zu verleihen.
1.2.10 14:49
 
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